Mai 22nd, 2008
Mein Weblog AxeAge ist ab sofort nicht mehr hier, sondern nur noch unter folgenden Internet-Adressen erreichbar:
http://www.AxeAge.de
http://axelscherm.wordpress.com.
Diese Adresse hier lasse ich als “LINK-Friedhof” noch am Leben. Neue Postings gibt es aber nur noch bei den oben genannten Adressen.

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Mai 16th, 2008
Früher war sie ziemlich dick. Das lag nicht unbedingt daran, dass sie gern oder zu viel gegessen hätte, sondern vor allem an der Diabetes die sie seit fast fünfzig Jahren hat. In den letzten Monaten allerdings wird sie immer dünner und die Haut will ihr nicht mehr passen. Sie hat einfach keinen Appetit mehr. Eingefallen und immer häufiger mit resigniertem Blick, sitzt sie im Sessel ihres Wohnzimmers, die Augen trüb von Traurigkeit und drohender Erblindung - auch eine Folge der Diabetes - außerdem relativ unfähig, sich zu bewegen, weil sie im letzten Jahr kurz vor Weihnachten gestürzt war und sich den Oberschenkelhals gebrochen hat.
Sie hat es nicht leicht gehabt in ihrem Leben. Als Kriegskind aufgewachsen. Der Vater auf dem Russlandfeldzug vermisst. Mit der Totgeburt des ersten Sohnes wurde die Diabetes festgestellt. Zuckerkrankheit hieß das damals noch. Die Ärzte jedenfalls rieten von weiteren Schwangerschaften ab. Doch es kamen noch zwei Söhne zur Welt, von denen der Jüngste mit Mitte Dreißig an Krebs gestorben ist.
Für das Einkommen des Vierpersonenhaushalts war ihr Mann zuständig. Das Geld reichte gerade mal so. Einmal hat sie versucht etwas dazu zu verdienen. Für einige Wochen Nachtarbeit in einer Näherei. Aber als gelernte Schneiderin hat sie viel zu gewissenhaft gearbeitet und kaum die Akkordanforderungen geschafft. Weil Ihr Mann auch Schichtarbeiter war und die Söhne sich alleine zu Hause gefürchtet haben, gab sie den Job schließlich wieder auf.
Im Urlaub war sie insgesamt zwei Mal in ihrem Leben. Einmal in Österreich und einmal in Südtirol. Sie liebt Tiere. Mehr als die Menschen, wie sie selbst sagt. Das süchtigmachende Kindchen- und Kleintierschema sämtlicher Tiger und Co Fernsehsendungen allerdings erahnt sie wegen zunehmender Sehschwäche inzwischen mehr, als dass sie es erkennen könnte. Überhaupt lebt sie seit einiger Zeit mehr von der Erinnerung, als in der Gegenwart.
In ihren besten Jahren war sie eine starke, meist eine etwas zu starke Persönlichkeit, die vieles erdrückt hat mit ihren Überzeugungen und ihrer mütterlichen Kraft. Jetzt ist von dieser Kraft kaum noch etwas zu spüren. Ab und zu blitzt der Unwillen auf, sich dem Alter und der Gebrechlichkeit zu beugen, aber die Phasen des Auf- und des sich Ergebens werden länger und auch stetig qualvoller.
Wenn man sie nach ihrem bisherigen Lebensverlauf fragt, sagt sie, es sei schon alles so in Ordnung, wie es bisher gekommen ist. Nur eins bedauert sie sehr: bisher noch nie das Meer gesehen zu haben.
Ach Gott, irgendwann packe ich meine Mutter ins Auto, auch wenn sie sich noch so wehrt, fahre mit ihr ans Meer und schiebe sie im Rollstuhl an den Strand. Dort lass’ ich sie dann den ganzen Tag in der Sonne sitzen und abends fahren wir wieder heim und sie muss mir erzählen wie es war. Irgendwann !
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Mai 13th, 2008
Die Realschulklasse meines Schwagers, die den Grundstock unserer Clique bildet und die sich inzwischen zahlreich vermehrt und vergrößert hat, trifft sich seit 35 Jahren Pfingsten zum Zeltlager am Weißenstädter See.
Ich bin seit mehr als 25 Jahren dabei und habe mich anfänglich gefragt, wie lange das wohl noch gehen wird, zumal es in den ersten Jahren tatsächlich eine paar Anzeichen gab, die Sache würde einschlafen.
Aber in diesem Jahr waren wir über 50 Leute - absoluter Rekord! An Einschlafen also gar nicht zu denken.
Jetzt bringt ein Teil der Second Generation bereits Freunde, Studien- und Schulkollegen mit und selbst die eher lästigen Logistikjobs, wie Gemeinschaftszelt auf- und abbauen oder Abspülen gehen seither ohne Schwierigkeiten von der Hand.
Also ich muss zugeben, es geht mir schon das Herz auf, wenn ich sehe, dass mehr als die Hälfte des Campingplatzes (zumindest der Teil, der nicht von Dauercampern besiedelt wird), von den eigenen Leuten okkupiert ist. Und dann heuer noch bei solchem Prachtwetter.

Pfingsten 2008 - 50 Mann hoch
Das schöne an dieser Zusammenkunft ist, es gibt keinerlei festes Programm und keinen Gruppenzwang. Jeder sucht sich die Gemeinschaft, die ihm am angenehmsten ist: Wanderer, Kletterer, Fahr- oder Motorradfahrer, Golf- oder Kartenspieler, Bier- oder Weintrinker, Schwimmer oder Nichtschwimmer, Badminton, Fresbee, Fußball.
Gemeinsame Aktionen sind Frühstück und abends grillen oder Eintopf kochen.

Tour de Pfingst

Feldküche
Seit neuestem geht der Witz, dass uns die Second Generation dereinst im Rollstuhl über den Campingplatz schieben wird.
Ja, durchaus - das könnte ich mir gut vorstellen!

The Second Generation
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Mai 7th, 2008
In loser Reihenfolge gibt’s hier verfremdete (manchmal auch befremdliche) Bilder.
Heute: On Stage.

Das Bild entstand am 1. Mai anlässlich unseres Auftritts bei Rockin’ Röthenbach. Ein äußerst gelungener, lockerer und vor allem cooler Gig.
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Mai 7th, 2008
Ich weiß nicht, aber muss es denn wirklich sein, dass Spiegel Online gerade jetzt einen Bericht über Partykeller bringt und dann auch noch so:

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Mai 4th, 2008


Wenn die Liebste und ich unsere Freunde Hanni und Hanna besuchen, wird es meistens spät.
Am nächsten Morgen tut dann immer etwas frische Luft ganz gut.
Hanni, der letztes Jahr im Oktober seinen 50. Geburtstag gefeiert hat, bekam damals einen Bogen geschenkt, mit dem wir heute Mittag etwas im Garten herumgeschossen haben.
Die Entfernung betrug ca. 25 Meter und die Scheibe hatte etwa den Durchmesser einer Langspielplatte.
Na ja, das Ergebnis war nicht gerade berauschend, aber wichtig war zunächst, die Scheibe überhaupt zu treffen.
Jedenfalls hat das Ganze sehr viel Spaß gemacht und wenn ich nicht schon Golf spielen, bloggen, Motorrad fahren und Musik machen würde, könnte ich mir vorstellen, dass das auch eine Freizeitbeschäftigung für mich wäre.
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Mai 4th, 2008
Am 30. April fand die LIVE-Musik-Nacht Nachtgieger in Hersbruck statt. Unser Auftrittsort war das Altstadtpub Roter Ochse, im Innenhof - OPEN-AIR, wenn man so will. Der Wirt hatte Pavillons aufgestellt und die fest installierte Bühne war überdacht, so dass es auch ruhig einmal den einen um den anderen Regenschauer hätte geben dürfen.
Aber es waren keine Schauer, die da herniedergingen, kurz nachdem wir losmusiziert hatten, sondern es schiffte die halbe Nacht aus allen Rohren. Erst gegen 23:00 Uhr hörte es auf und wehte ein paar versprengte Nachtgieger in den LIVE-Musik-Hinterhof. Wir haben dann noch bis 0:30 Uhr gespielt und diese letzten eineinhalb Stunden haben dann auch richtig Spaß gemacht, vor allem, weil die Zuschauer schön mitgegangen sind.

Ganz anders dann der 1. Mai.
Rockin’ Röthenbach hieß das Open-Air-Festival, das vom Jugendzentrum Röthenbach und den Wilden Quastlern veranstaltet wurde. Herrliches Wetter, eine riesige, nagelneue Bühne, ein professioneller Mixer und einige hundert Zuschauer. Wir waren die zweite von insgesamt vier Bands und haben eineinhalb Stunden gespielt. Es war ein völlig stressfreier, lockerer und gelungener Gig.

Mehr Bilder von beiden Gigs gibt es hier und hier.
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Mai 2nd, 2008
Das scheint die Woche der Taube zu sein. Nach dem Besuch der müden Brieftaube, heute eine weitere Begegnung: Auf der anderen Seite des Firmengebäudes hat eine Taube in der Dachrinne des Nachbarhauses ein Nest gebaut und brütet.

Schon seit Tagen hat sie zusammen mit noch zwei Genossen (oder Genossinnen) den zukünftigen Nistplatz inspiziert und trotzdem es teilweise heftig geregnet hat, die Dachrinne zur Niederkunft ausgewählt. Offensichtlich fließt an dieser Stelle das Wasser vom Dach nicht allzu heftig ab. Eine Zeit lang saß sie zusammen mit ihrem Partner in der Rinne zur Probe und dann wurde emsig gebaut.
Ich bin ja gespannt, wenn die kleinen Tauben schlüpfen. Weiß jemand, wie lange das ungefähr dauert?
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Mai 1st, 2008
In loser Reihenfolge gibt’s hier verfremdete (manchmal auch befremdliche) Bilder.
Heute: Gabentisch.

Das Bild entstand anlässlich eines der in den letzten Wochen gefeierten fünfzigsten Geburtstage. Blumen, geistige Getränke, Schokolade. Ein Stilleben.
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Mai 1st, 2008
Ich wende mich
nicht wider Willen
will nicht der Wender sein
beim Grillen
Jochen Malmsheimer in der grandiosen Sendung Neues aus der Anstalt vom 29. April 2008.
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